Schlagwort-Archiv: BaFin

Lombardium Classic 3 KG: Anleger reichen Klage ein – auch Vermittler betroffen

Die Aufarbeitung des „Lombardium-Skandals“ geht in eine weitere Runde. Haftung und Schadensersatzanspruch gegenüber den Vermittlern und Beratern – Fehlerhafte Aufklärung über Risiken der Kapitalanlage

RÖHLKE Rechtsanwälte haben für eine von ihnen vertretene Mandantin eine Klage bei dem Landgericht Leipzig gegen die Beteiligungsgesellschaft „Lombard Classic 3 GmbH & Co. KG“ (LC 3), deren persönlich haftende Gesellschafterin und den Kapitalanlagenvermittler eingereicht. Hintergrund ist eine Beteiligung der Anlegerin als atypisch stiller Gesellschafter der LC 3, einer atypischen stillen Beteiligung mit Totalverlustrisiko. Weiterlesen

Lombardium Hamburg KG: Gedanken des Pfandleihprivilegs nicht erfüllt

Lombardium-Skandal: Grundsatzurteil des Verwaltungsgerichts Frankfurt zum Pfandleihprivileg bestätigt BaFin-Auffassung – Inhabergrundschuldbriefe sind keine Faustpfänder

Mit Datum vom 15.08.2016 macht die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) auf ihrer Homepage auf eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main (7 K 642/16.f) aufmerksam. Nach der Entscheidung der Frankfurter Verwaltungsrichter ist eine Untersagungsverfügung der BaFin gegenüber einem gewerblichen Pfandkreditgeber rechtmäßig, durch die dem Pfandleiher die Beleihung von Inhabergrundschuldbriefen untersagt wurde. Ein analoges Geschäftsmodell wurde von der BaFin der Lombardium Hamburg KG mit Bescheid vom 07.12.2015 untersagt. Weiterlesen

Lombardium-Skandal: Sitzverlegung der Fondsgesellschaften

Aktuelle Entwicklung zur Fonds-Gruppe „Lombardium“: Fondsgesellschaft Lombard Classic 3 GmbH und Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH verlegen Sitz von Hamburg nach Chemnitz – Razzia in Geschäftsräumen Pfandleihhaus Lombardium – Erste Klagen gegen Vermittler

Neue Entwicklungen im Skandal um die Hamburger Fonds-Gruppe „Lombardium“: Zum 13.06.2016 haben die Fondgesellschaften Lombard Classic 3 GmbH & Co. KG (LC III) und Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG (LC II) ihren Sitz in die Carolastraße 2 in Chemnitz verlegt. Über die Hintergründe dieses Umzugs in die Chemnitzer Innenstadt ist noch nichts bekannt. Nahezu taggleich kam es zu einer Razzia der Staatsanwaltschaft Hamburg in den Geschäftsräumen des Pfandleihhauses Lombardium an der Burchardtstraße in Hamburg und an anderen Orten. Die Ermittlungen richten sich Presseberichten zu Folge gegen sieben Verantwortliche der Unternehmensgruppe und beinhalteten Hausdurchsuchungen an rund 20 Adressen. Weiterlesen

Lombardium-Skandal: Pfandbewertung liegt vor

Anlegergelder in dreistelliger Millionenhöhe vernichtet? – Fondsgesellschaft wertet das Ergebnis der Bewertung der Pfandgüter als „überraschend und ernüchternd“ – Desaster für die betroffenen Anleger?

Im Anlegerdesaster rund um die Hamburger „Lombardium“-Gruppe hat Fondsgesellschaft „Erste Oderfelder GmbH & Co. KG“ (EOGK) die Bombe jetzt platzen lassen. Mit Schreiben vom 02.05.2016 werden die Anleger über die Ergebnisse der seit langem angekündigten Bewertung der Pfandgüter durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft informiert. Das Ergebnis wird von der Fondsgesellschaft beschönigend als „überraschend und ernüchternd“ beschrieben. Tatsächlich ist es ein Desaster – mit einer Summe der Pfandgüter zum Bewertungsstichtag von 4,7 Mio bis 7,9 Mio Euro realisiert die Fondsgesellschaft nahezu einen Totalverlust. In der letzten im Bundesanzeiger elektronisch für das Geschäftsjahr 2013 veröffentlichten Bilanz der Zielgesellschaft „Lombardium Hamburg GmbH & Co. KG“ ist von ausgereichten Pfanddarlehen in Höhe von ca. 80 Mio Euro. Die Gelder wurden über die EOGK und die Schwestergesellschaft „LombardClassic 3 GmbH & Co. KG“ (LC3) eingeworben und von diesen Gesellschaften der „Lombardium Hamburg“ als Darlehen zur Verfügung gestellt. Die Summe der eingeworbenen Anlegergelder bewegt sich Schätzungen zufolge auf über 100 Mio €. Weiterlesen

Verbraucherzentrale Hamburg warnt vor Interessengemeinschaft IG Lombard

Lombardium Anlegerskandal: Verbraucherzentrale Hamburg vertritt die Interessen von Verbraucherinnen und Verbraucher – zum Fall Lombardium wird anwaltliche Hilfe empfohlen

Auch die Verbraucherzentrale in Hamburg hat auf ihrer Internethomepage Handlungsempfehlungen im Lombardium-Skandal hinterlegt. Die Verbraucherzentrale Hamburg über sich: „Wir vertreten die Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher durch Verbands- und Sammelklagen, durch Aktionen in der Öffentlichkeit, durch Dialog und Druck gegenüber der anbietenden Wirtschaft und durch Lobbyarbeit für Verbraucher bei Behörden und Politik.“ Die Verbraucherzentrale rät unter der Überschrift „Lombardium, IG Lombard und was jetzt zu tun ist“, sich nicht auf die Hinhaltetaktik von dubiosen Interessengemeinschaften einzulassen. Denn deren Interesse sei hauptsächlich, den Kopf der beteiligten Vermittler aus der Schlinge zu bekommen. Hierauf sollten sich nach Ansicht der Verbraucherschützer die Anleger nicht einlassen und stattdessen ihre Ansprüche mithilfe kompetenter Anwälte gegen Vertriebler und Fondgesellschaften verfolgen. Weiterlesen

Lombardium Skandal: Erste Erkenntnisse über verbotswidrige Geschäfte liegen vor – Warnung vor Interessenvereinigungen

Nach der Rückabwicklungsverfügung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) über bestimmte Geschäfte der Lombardium Hamburg GmbH & Co. KG vom 07.12.2015 liegen Röhlke Rechtsanwälte nunmehr erste weitergehende Informationen über Art und Umfang der untersagten Geschäfte vor. Zugleich warnen die bundesweit tätigen Rechtsanwälte vor Anlegerschutzvereinigungen, die vornehmlich unter Mithilfe ausgerechnet der Vermittlerseite oder Mitarbeitern der inzwischen insolventen Emissionsgesellschaft Fidentum GmbH gegründet wurden.

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Lombardium-Skandal: Erste Oderfelder KG warnt vor Insolvenzen

Erste Oderfelder KG kann fällige Auszahlungen nicht leisten – weitere Rückzahlungen an die Anleger bleiben ungewiss – Besteht das Risiko einer schleppenden Verwertung der Pfandgüter?

Mit einem Schreiben vom 23.12.2015, welches weitgehend inhaltsgleich auch an die Vermittler der Kapitalanlage gingen, wendet sich aktuelle die Erste Oderfelder Beteiligungs GmbH & Co. KG an die Anleger der „Lombard Classic“-Beteiligungen. Die Beteiligungsgesellschaft entwirft ein dunkles Bild der zukünftigen Zahlungsflüsse an die Anleger und stellt ein „Lösungskonzept auf gesellschaftsrechtlicher Ebene“ in den Raum, welches nicht näher beschrieben wird. Zugleich warnt die Erste Oderfelder vor dem Risiko des Eintritts einer Insolvenzsituation bei Eingang von Klagen der Anleger in großer Menge oder aber bei Ausfall bestehender Verpflichtungen der Lombardium KG gegenüber der Ersten Oderfelder KG. Weiterlesen

BaFin untersagt Lombardium Hamburg GmbH & Co. KG das Kreditgeschäft

Lombardium Hamburg GmbH & Co. KG: BaFin hat die Rückabwicklung des unerlaubten Kreditgeschäftes angeordnet – Welche Auswirkungen bestehen damit auch für die Erste Oderfelder Beteiligungs GmbH & Co. KG?

Mit Bescheid vom 07.12.2015 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) der Lombardium Hamburg GmbH & Co. KG das unerlaubt betriebene Kreditgeschäft untersagt und die Rückabwicklung der Darlehensverträge unverzüglich angeordnet. Wer ist Betroffen und was bedeutet die Untersagung für die betroffenen Anleger? Weiterlesen