Schlagwort-Archiv: Haftung

Insolvenz der Lombard Classic 3 KG angemeldet

Lombardium-Skandal: Beunruhigende Entwicklung für die Lombardium Betroffenen – auch Lombard Classic 3 KG meldet Insolvenz an – Totalschaden für Anleger droht

Am 04.05.2017 um 11:36 Uhr war es soweit: Das Amtsgericht Chemnitz hat die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Lombard Classic 3 GmbH & Co. KG angeordnet und auch hier Rechtsanwalt Frank Rüdiger Scheffler zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestimmt. Weiterlesen

Lombardium-Skandal: Vermittler des LC III Fonds muss Schadenersatz leisten

Schadensersatzprozess Lombard Classic III KG: Urteil des Landgerichts Leipzig – von Röhlke Rechtsanwälte, Berlin

Mit Urteil vom 18.01.2017 hat das LG Leipzig in einem Schadenersatzprozess im Zusammenhang mit der desaströsen Beteiligung Lombard Classic III KG einen Vermittler zur Zahlung von Schadenersatz verurteilt. Der betroffene Anleger, von Röhlke Rechtsanwälten vertreten, hatte eine individuelle Falschberatung und Prospekthaftungsansprüche geltend gemacht. Hintergründe und Tragweite des Urteils erläutert Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke, der eine Vielzahl geschädigter Anleger des Lombardium-Skandals vertritt. Weiterlesen

Lombard Classic II: Insolvenzverwalter kündigt langwieriges Verfahren an

Lombardium-Skandal: Betroffene Lombard Classic II Fonds-Anleger (Ersten Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG) sollten sich auf Totalverlust einstellen – LCII-Anleger drohen hohe Risiken bis zum Totalausfall Weiterlesen

Lombardium-Skandal: Erfolgreiche Anlegerklage gegen Erste Oderfelder KG

Landgericht deutet Prospekthaftungsansprüche an – Bedeutung für LC 2 Anleger und Auswirkungen des Urteils – Haftung Kapitalanlagenvermittler

Mit einem Urteil vom 08.08.2016 hat das Landgericht Hamburg einem Anleger der „Ersten Oderfelder GmbH & Co. KG“ (LC2) die Rückzahlung seiner bei der LC 2 KG eingelegten atypisch stillen Beteiligung zugesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Ob sich nach einer möglichen Eröffnung des Insolvenzverfahrens über die LC 2 das Hanseatische Oberlandesgericht damit noch befassen muss, ist offen. Weiterlesen

Lombardium Classic 3 KG: Anleger reichen Klage ein – auch Vermittler betroffen

Die Aufarbeitung des „Lombardium-Skandals“ geht in eine weitere Runde. Haftung und Schadensersatzanspruch gegenüber den Vermittlern und Beratern – Fehlerhafte Aufklärung über Risiken der Kapitalanlage

RÖHLKE Rechtsanwälte haben für eine von ihnen vertretene Mandantin eine Klage bei dem Landgericht Leipzig gegen die Beteiligungsgesellschaft „Lombard Classic 3 GmbH & Co. KG“ (LC 3), deren persönlich haftende Gesellschafterin und den Kapitalanlagenvermittler eingereicht. Hintergrund ist eine Beteiligung der Anlegerin als atypisch stiller Gesellschafter der LC 3, einer atypischen stillen Beteiligung mit Totalverlustrisiko. Weiterlesen

Lombardium – Desaster: Erste Oderfelder GmbH & Co. KG stellt Eigeninsolvenzantrag

Erste Oderfelder KG: vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt – Auswirkungen für die Anleger – Vorteile für den Schadensersatzanspruch?

Mit Beschluss vom 23.08.2016 wurde Insolvenzverwalter Frank-Rüdiger Scheffler von der Chemnitzer Insolvenzrechtskanzlei Tiefenbacher zum vorläufigen Insolvenzverwalter durch Beschluss des AG Chemnitz über das Vermögen der Ersten Oderfelder KG bestellt. Hintergrund sollen sowohl ein Fremdinsolvenzantrag gewesen sein als auch ein Eigeninsolvenzantrag der Ersten Oderfelder KG, wie diese ihren Anlegern mitteilte. In der Mitteilung der Ersten Oderfelder KG hieß es zudem, es seien Vermögenswerte in größerer Zahl vorhanden als ursprünglich gedacht.

Welche Auswirkungen der Insolvenzeröffnungsantrag für die Anleger haben wird, ist noch vollkommen unklar, meint Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke aus Berlin, der eine Vielzahl von Anlegern der Ersten Oderfelder KG im „Lombardium Skandal“ vertritt.

Müssen die betroffenen Erste Oderfelder KG Anleger handeln?

„Eine vermittlergestützte Interessenvereinigung geschädigter Lombardium-Opfer hat mitgeteilt, einen Fremdinsolvenzantrag gestellt zu haben. Zudem hat die Erste Oderfelder selbst nach eigenen Angaben auch einen Eigeninsolvenzantrag gestellt. Die Anleger stellen sich nun die Frage, ob sie handeln müssen und wenn ja, wie“, teilt der erfahrene Jurist mit. Gegenwärtig sei noch nichts zu veranlassen, meint Rechtsanwalt Röhlke, da es sich momentan nur um ein vorläufiges Insolvenzverfahren handelt und Forderungsanmeldungen zur Insolvenztabelle erst im tatsächlich eröffneten Verfahren gestellt werden können. „Die Anleger benötigen Geduld, es gilt abzuwarten. Sofern das Insolvenzverfahren eröffnet werden sollte, sei unklar, ob und welche Forderungen der Stillen überhaupt berücksichtigt werden können“, erläutert Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke.

Typisch stiller Gesellschafter: Möglichkeiten zur Geltendmachung von Ansprüchen

„Das Gesetz gibt dem stillen Gesellschafter grundsätzlich die Möglichkeit, seine Einlagenforderung im Insolvenzverfahren anzumelden. Allerdings nur dem sogenannten typisch stillen Gesellschafter. Je mehr der stille Gesellschafter gesellschaftsrechtlich der Stellung eines Kommanditisten angenähert ist, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Stille seine Einlagenrückzahlungsansprüche nur nachrangig anmelden kann, also im Rang des § 39 der Insolvenzordnung. Hierüber hat der Bundesgerichtshof (BGH) bereits entschieden. Unsere Erfahrung aus einer Vielzahl von Insolvenzen von Anbietern atypisch stiller Beteiligungen zeigt, dass die Verwalter sich jedes Mal auf § 39 InsO berufen und die Forderungen nicht anerkannt haben. Einzige uns bekannte Ausnahme war das Insolvenzverfahren über die Göttinger Gruppe /Securenta AG, in welchem der Verwalter die Ansprüche der Anleger anerkannt hat – allerdings mit der Begründung, dass die Anleger Schadenersatzansprüche geltend machen und nicht etwa die schlichte Einlagenrückgewähr. Ob der Insolvenzverwalter über das Vermögen der Ersten Oderfelder GmbH & Co. KG, so dass Verfahren überhaupt eröffnet wird, derartige Ansprüche auch einfach so anerkennen wird, ist unserer Ansicht nach ziemlich unwahrscheinlich“, teilt Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke mit.

Fazit: Gerichtliche Klärung zu den Themen Haftung, Falschberatung, Fehlerhaftigkeit Emissionsprospekt ebnet den Weg zur Anerkennung des Schadensersatzanspruches.

Lombardium – Desaster: Erste Oderfelder GmbH & Co. KG stellt Eigeninsolvenzantrag – Auswirkungen für die Anleger – Vorteile für den Schadensersatzanspruch?

Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke – Lombardium – Desaster: Erste Oderfelder GmbH & Co. KG stellt Eigeninsolvenzantrag – Auswirkungen für die Anleger – Vorteile für den Schadensersatzanspruch?

Nach Einschätzung und Erfahrung von Röhlke Rechtsanwälten werde sich der Insolvenzverwalter umso leichter mit der Anerkennung eines Schadenersatzanspruches tun, je klarer die Haftung der eingesetzten Vermittler für eine mögliche Falschberatung gerichtlich bereits geklärt sei. Denn nach der Rechtsprechung des BGH hafte die Fondsgesellschaft im Falle des Angebotes einer atypisch stillen Beteiligung auch für die Fehlberatung des eingesetzten Kapitalanlagevermittlers, so dass vor dem Hintergrund der Haftungsüberleitung ein vorrangiger Prozess gegen die eingesetzten Vermittler sinnvoll sei. Sofern in einem solchen Prozess auch die Fehlerhaftigkeit der Emissionsprospekte der Ersten Oderfelder KG herausgearbeitet werde, könne auch dies zur Begründung des Schadenersatzanspruches dienen.

Röhlke Rechtsanwälte empfehlen allen Erste Oderfelder KG-Anlegern, fachkundigen juristischen Rat einzuholen, um die Optionen sinnvoll abzuwägen. Für weitere Informationen und eine Ersteinschätzung stehen Röhlke Rechtsanwälte gerne unter 030.71520671 und office@kanzlei-roehlke.de zur Verfügung.

Lombardium-Skandal: Sitzverlegung der Fondsgesellschaften

Aktuelle Entwicklung zur Fonds-Gruppe „Lombardium“: Fondsgesellschaft Lombard Classic 3 GmbH und Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH verlegen Sitz von Hamburg nach Chemnitz – Razzia in Geschäftsräumen Pfandleihhaus Lombardium – Erste Klagen gegen Vermittler

Neue Entwicklungen im Skandal um die Hamburger Fonds-Gruppe „Lombardium“: Zum 13.06.2016 haben die Fondgesellschaften Lombard Classic 3 GmbH & Co. KG (LC III) und Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG (LC II) ihren Sitz in die Carolastraße 2 in Chemnitz verlegt. Über die Hintergründe dieses Umzugs in die Chemnitzer Innenstadt ist noch nichts bekannt. Nahezu taggleich kam es zu einer Razzia der Staatsanwaltschaft Hamburg in den Geschäftsräumen des Pfandleihhauses Lombardium an der Burchardtstraße in Hamburg und an anderen Orten. Die Ermittlungen richten sich Presseberichten zu Folge gegen sieben Verantwortliche der Unternehmensgruppe und beinhalteten Hausdurchsuchungen an rund 20 Adressen. Weiterlesen

Lombardium Skandal: Mahnbescheidswelle gegen die Anleger rollt

Per Mahnbescheid werden Forderungen von Anlegern der Fondsgesellschaften Erste Oderfelder und Lombardium zurück gefordert – Schlammschlacht der Verantwortlichen – Wie sollten sich Anleger verhalten?

In dem an Skurrilitäten nicht eben armen Anlegerskandal „Lombardium“ überschlagen sich wieder einmal die Ereignisse: Die Fondsgesellschaften Erste Oderfelder KG (EOK) und Lombardium GmbH & Co. 3 KG (LC3) fordern von ihren Anlegern mit gerichtlichem Mahnbescheid die Rückforderung der erhaltenen Entnahmen der letzten Jahre. Zugleich soll Medienberichten zufolge der Rechtsanwalt einer Interessengemeinschaft von den Fondsgesellschaften abgemahnt worden sein, weil er einen Interessenkonflikt angeblich nicht offenlegte. Weiterlesen

Lombardium-Skandal: Pfandbewertung liegt vor

Anlegergelder in dreistelliger Millionenhöhe vernichtet? – Fondsgesellschaft wertet das Ergebnis der Bewertung der Pfandgüter als „überraschend und ernüchternd“ – Desaster für die betroffenen Anleger?

Im Anlegerdesaster rund um die Hamburger „Lombardium“-Gruppe hat Fondsgesellschaft „Erste Oderfelder GmbH & Co. KG“ (EOGK) die Bombe jetzt platzen lassen. Mit Schreiben vom 02.05.2016 werden die Anleger über die Ergebnisse der seit langem angekündigten Bewertung der Pfandgüter durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft informiert. Das Ergebnis wird von der Fondsgesellschaft beschönigend als „überraschend und ernüchternd“ beschrieben. Tatsächlich ist es ein Desaster – mit einer Summe der Pfandgüter zum Bewertungsstichtag von 4,7 Mio bis 7,9 Mio Euro realisiert die Fondsgesellschaft nahezu einen Totalverlust. In der letzten im Bundesanzeiger elektronisch für das Geschäftsjahr 2013 veröffentlichten Bilanz der Zielgesellschaft „Lombardium Hamburg GmbH & Co. KG“ ist von ausgereichten Pfanddarlehen in Höhe von ca. 80 Mio Euro. Die Gelder wurden über die EOGK und die Schwestergesellschaft „LombardClassic 3 GmbH & Co. KG“ (LC3) eingeworben und von diesen Gesellschaften der „Lombardium Hamburg“ als Darlehen zur Verfügung gestellt. Die Summe der eingeworbenen Anlegergelder bewegt sich Schätzungen zufolge auf über 100 Mio €. Weiterlesen

Verbraucherzentrale Hamburg warnt vor Interessengemeinschaft IG Lombard

Lombardium Anlegerskandal: Verbraucherzentrale Hamburg vertritt die Interessen von Verbraucherinnen und Verbraucher – zum Fall Lombardium wird anwaltliche Hilfe empfohlen

Auch die Verbraucherzentrale in Hamburg hat auf ihrer Internethomepage Handlungsempfehlungen im Lombardium-Skandal hinterlegt. Die Verbraucherzentrale Hamburg über sich: „Wir vertreten die Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher durch Verbands- und Sammelklagen, durch Aktionen in der Öffentlichkeit, durch Dialog und Druck gegenüber der anbietenden Wirtschaft und durch Lobbyarbeit für Verbraucher bei Behörden und Politik.“ Die Verbraucherzentrale rät unter der Überschrift „Lombardium, IG Lombard und was jetzt zu tun ist“, sich nicht auf die Hinhaltetaktik von dubiosen Interessengemeinschaften einzulassen. Denn deren Interesse sei hauptsächlich, den Kopf der beteiligten Vermittler aus der Schlinge zu bekommen. Hierauf sollten sich nach Ansicht der Verbraucherschützer die Anleger nicht einlassen und stattdessen ihre Ansprüche mithilfe kompetenter Anwälte gegen Vertriebler und Fondgesellschaften verfolgen. Weiterlesen